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Grußwort des Schulleiters

Herzlich willkommen auf der Homepage des Schubart-Gymnasiums Ulm. Ich lade Sie ein, unsere Schule über die Homepage näher kennen zu lernen.

Das Schubart-Gymnasium liegt am Rande der Ulmer Innenstadt und wird derzeit von 807 Schülerinnen und Schülern besucht.

Wir bieten ein naturwissenschaftliches und ein sprachliches Profil an und haben darüberhinaus einen bilingualen Zug.

Ebenso prägt ein vielfältiges außerunterichtliches Angebot  den Lebensraum unserer Schule  und ermöglicht den individuellen Begabungen und Neigungen eine optimale Förderung.

Unsere Arbeit wird getragen von einer guten Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten, wie sie auch in unserem neuen Leitbild zum Ausdruck kommt.

Wenn Sie mehr über unsere Schule erfahren wollen, als unsere Homepage zeigt, dann besuchen Sie uns oder nehmen per Mail Kontakt mit uns auf.

Hans-Jürgen Sponsel

- Schulleiter -

Zu unserem Namensgeber Christian Friedrich Daniel Schubart

Es war eine mutige Entscheidung der obersten Schulbehörden des Landes, unsere Schule nach dem Stürmer und Dränger Schubart zu benennen, war der doch ein ausgesprochener Rebell gegen alle Obrigkeiten und in puncto Lebensführung nicht unbedingt ein Vorbild für junge Gymnasiasten. Und dennoch sind wir stolz auf diesen Nonkonformisten und Querdenker Christian Friedrich Daniel Schubart als Namensgeber unserer Schule. Oft wird er mit Schubert, dem Komponisten der „Forelle“ verwechselt, aber uns geht es um den Autor des Textes zu diesem berühmten Lied, um den Dichter der „Fürstengruft“, um den Herausgeber der „Deutschen Chronik“, um den langjährigen Gefangenen vom Hohenasperg. Schubart wurde am 26.3.1739 in Obersontheim geboren, betrachtete sich aber immer als Aalener, da seine Familie dort bereits bald nach seiner Geburt hinzog. Nach dem Abitur in Nürnberg studierte er Theologie in Erlangen, macht aber schon hier Bekanntschaft mit dem Gefängnis...wegen nicht bezahlter Schulden. Nach dem Studium versuchte er sich zunächst mehr schlecht als recht mit allen möglichen Tätigkeiten durchzuschlagen, bis er schließlich 1763 Lehrer in Geislingen sein durfte. Aus dieser Zeit, die sechs Jahre andauerte, stammt eine Reihe von selbstentwickelten Schuldiktaten, wie man gerne zur Begrüßung unserer neuen 5er betont. Aber Schubart strebte nach Höherem: Als Musikdirektor wechselte er nach Ludwigsburg, musste allerdings 1773 wegen übler Nachrede und allerlei böser Gerüchte über seinen Lebenswandel die Residenz verlassen. Versuche, in Schwetzingen, München oder Augsburg Fuß zu fassen scheiterten. Erst in Ulm fand er für zwei Jahre mit seiner Familie Ruhe, Erfolg und Anerkennung als Herausgeber der kritischen und beliebten „Deutschen Chronik“. Diese Zeit in Ulm, während der er im Haus der jetzigen Engelapotheke in der Hafengasse wohnte, war sicherlich die glücklichste Zeit seines Lebens. Sie endete jäh. Der kritische Schriftsteller und Herausgeber aus Ulm war dem Herzog Karl Eugen von Württemberg ein Dorn im Auge. Am 22.1.1777 lockte er Schubart auf württembergisches Gebiet nach Blaubeuren und ließ ihn verhaften. Ohne Verhör und ohne Prozess verschwand Schubart für zehn Jahre im Gefängnis auf dem Hohenasperg. Für junge Schüler der Karlschule in Stuttgart wie Friedrich Schiller wurde der politische Gefangene zum Helden. Schubarts „Zur Geschichte des menschlichen Herzens“ wurde für Schiller zur wichtigsten Quelle für „Die Räuber“. Nach seiner Entlassung am 11.5.1787 lebte Christian Friedrich Daniel Schubart nur noch vier Jahre, kränklich, aber angesehen als Hofdichter, Opern- und Schauspieldirektor in Stuttgart.

Autor: Henk Cloppenburg